Alles so schön bunt hier

Alexander Laner

2021

auf Anfrage zugänglich

Bäckerstraße 60

Mit selbst entwickelter „Farbschleudermaschine“ aufgetragene Farbspuren auf den Innenwänden des Gebäudes

Eine dynamische Farbspur zieht sich entlang der Holzwände durch das Haus für Kinder. Sie beginnt im Eingangsbereich, führt an den Wänden entlang durch die Gänge, hinauf ins Treppenhaus und verdichtet sich dort zu einem freien lyrisch-abstrakten Gemälde, bevor es im Obergeschoss dann weiter geht. Es sind kraftvolle Linien in Schwarz und Weiß, spielerisch anmutende Farbspritzer in Orange, Grün und Gelb, unterbrochen von dicken Farbtropfen in Grün und Blau.

Der Künstler Alexander Laner hat dieses monumentale und zugleich zarte Wandgemälde geschaffen, dass sich über mehr als hundert Meter durch das gesamte Gebäude erstreckt. Man fühlt sich erinnert an die farbigen  Kreidespuren eines spielenden Kindes, mit dem es selbstvergessen seine Bahnen entlang der Wände zieht, aber auch an die „Drip Paintings“ des amerikanischen Malers Jackson Pollock, der die Leinwand auf den Boden legte und mit schwungvollen Bewegungen Farbe darauf tropfte.

Alexander Laner ist jedoch kein Maler, sondern ein Bildhauer. Er hat die Farbe nicht mit dem Pinsel in einem performativen Akt, sondern mit Hilfe einer eigens dafür konstruierten und für seine Arbeitsweise typischen Maschine an die Wände geschleudert. Der Zufall spielte dabei nur eine untergeordnete Rolle, denn Laner konnte durch die Farbwahl, die Menge, die Konsistenz, die Geschwindigkeit und seine Bewegungen das Erscheinungsbild weitgehend kontrollieren. Die Farbspur entstand in direkter Auseinandersetzung mit den architektonischen Gegebenheiten und tritt so mit dem Gebäude in einen Dialog.

Cornelia Gockel

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